Zu Beginn des Jahres haben Samsung und jetzt auch LG einen entschlossenen Schritt unternommen und beschlossen, „graue“ Fernseher aus der Ferne zu sperren. Die koreanischen Marken lassen die Vorstellung nicht los, dass jemand ihre Einnahmen schmälern könnte. Nur diese Sperrung der Smart TVs „grauer“ Fernseher könnte den Herstellern noch größeren Schaden zufügen. Es ist sehr schade, dass die Führungskräfte der koreanischen Konzerne das nicht erkennen.
Blockierung von Smart TVs „grauer“ Fernseher – was ist das
In jedem Land der Welt gibt es eigene Zölle für importierte Produkte. Zum Beispiel kann dasselbe Produkt in verschiedenen Ländern unterschiedlich besteuert werden. Außerdem gibt es sogenannte Quoten – wenn eine begrenzte Anzahl von Waren in ein Land eingeführt werden darf. All diese finanziellen Vorgänge werden im Voraus von den Herstellern (in unserem Fall Fernsehern) kalkuliert, um den maximalen Gewinn zu erzielen.
Käufer haben schnell erkannt, dass Geräte im Nachbarland oft günstiger sind. Manchmal beträgt der Unterschied das 1,5- bis 3-fache. Es ist einfacher, einen Fernseher über die Grenze zu schmuggeln, als ihn im eigenen Land zu kaufen. Dieser Mechanismus ist seit langem etabliert, und alle, die rechnen können, nutzen ihn. Das betrifft alle Haushalts- und Computertechnik, Elektronik, Autos, Möbel und Kleidung. Nur alle Hersteller schließen solche Manipulationen aus. Für die Koreaner ist das jedoch unangenehm.
Unternehmen LG und Samsung graben sich selbst ein Loch
Im Wesentlichen ist diese Sperrung der Smart TVs „grauer“ Fernseher nicht so schlimm. Nach einem Update über das Internet erscheint am unteren Bildschirmrand ein weißer Streifen, den man nicht auf herkömmliche Weise entfernen kann. Darauf steht die Meldung, dass der Fernseher in dieser Region nicht benutzt werden darf. Im Internet gibt es Dutzende thematischer Foren, die anbieten, eine Software herunterzuladen, auf einen USB-Stick zu kopieren und auf dem Fernseher auszuführen, um diese Sperre zu umgehen. Selbst wenn der Besitzer kein Fachwissen hat, kann er einen Spezialisten beauftragen, der alles für 5-10 US-Dollar erledigt. Das ist günstiger, als einen Fernseher im eigenen Land zu kaufen.
Die Frage ist eine andere – sind die koreanischen Unternehmen Samsung und LG so monopolistisch, dass sie die Nutzer so leicht sperren können? Die Hersteller sollten froh sein, dass Käufer Fernseher aus Nachbarländern mitnehmen. Sie hätten auch Fernseher von Philips, SONY oder Xiaomi kaufen können. Wahrscheinlich wird diese Sperrung der Smart TVs „grauer“ Fernseher genau der entscheidende Schritt sein, bei dem der Kunde auf Produkte koreanischer Marken verzichten wird. Dabei werden sowohl Haushaltsgeräte als auch mobile Technik betroffen sein.
Im Großen und Ganzen bleibt die Frage, warum die Koreaner beschlossen haben, sich selbst in die Tasche zu lügen. Aber schon jetzt haben Käufer, die vorhatten, sich einen „grauen“ LG-Fernseher zu kaufen, ihre Pläne abrupt aufgegeben. Und bald ist Schwarze Freitag, dann Weihnachten. Neben koreanischen Fernsehern gibt es Hunderte von Lösungen chinesischer Hersteller, und dazu noch mit langfristiger Garantie.



