Die im frühen 2000er Jahren angekündigte Entwicklung einer neuen elektromagnetischen Waffe namens „Railgun“ hat bei Vertretern der Militärbehörden nuklearer Mächte zahlreiche Späße hervorgerufen. Denn Labortests in den USA, England und Deutschland haben der Welt die Unfähigkeit einer solchen Waffe aufgrund ihres hohen Energieverbrauchs bewiesen.
China plant, den Railgun zu testen
Die mobile elektromagnetische Kanone wurde, erstaunlicherweise, erstmals auf einem amerikanischen Kriegsschiff im Jahr 2009 gesehen. Im Film „Transformers: Die Rache der Fallen“ zerstörte ein Schuss aus dem Railgun den Devastator. Dieser versuchte seinerseits, die Pyramide von Hefren zu zerstören, um Zugang zum Star-Catcher zu erhalten.
Nach dem Anschauen des Films über die Transformers kam den chinesischen Militärs wahrscheinlich die kluge Idee, den Railgun auf das Landungsboot „Haiyangshan“ mit einem Wasserverdrängungsvermögen von 7.000 Tonnen zu setzen. Experten zufolge ist ein solches Schiff des Typs Type 072-III in der Lage, die notwendige Ausrüstung zur Erzeugung eines starken elektromagnetischen Impulses an Bord zu tragen.
Der Railgun ist eine Waffe, die zur Beschleunigung des Geschosses elektromagnetische Impulse nutzt. Im Vergleich zu Kanonen, die das Geschoss durch die Expansion von Pulvergasen vorantreiben, ist die Projektile im Railgun ein Teil des elektrischen Kreises, der zwischen zwei Kontaktgleisen beschleunigt wird.
Derzeit ist unbekannt, welche Energiequelle die Chinesen für die Tests verwenden wollen. Es wird vermutet, dass das Schiff mit einem Kernreaktor ausgestattet ist, der die hohen elektrischen Anforderungen der elektromagnetischen Kanone mehr als ausgleichen kann.

