Während Pharmaunternehmen Milliarden mit Medikamenten zur Verlängerung des Lebens von Krebspatienten verdienen, entwickeln Biomedizin-Ingenieure innovative Produkte. Wissenschaftler der University of California haben Bakterien gelehrt, gegen Tumore vorzugehen.
Kiborg-Zellen helfen im Kampf gegen Krebs
Es ist den Forschern gelungen, Kiborgs auf Basis von Bakterien und Polymeren zu erschaffen. Ihre Besonderheit liegt in der vollständigen Teilnahme am Stoffwechselprozess. Genauer gesagt, sind die Kiborg-Zellen an der Proteinsynthese beteiligt. Denn genau die Zellen, die Proteine produzieren, sind Virusinfektionen ausgesetzt und können sich selbst reproduzieren.
Manche werden sagen, dass diese Kiborg-Zellen vor Eintritt in den Körper durch das komplexe Schutzsystem des Organismus absterben. Doch das ist nicht ganz richtig. Dank Polymeren sind die Bakterien vorübergehend geschützt. Ihre Aktivierung erfolgt durch UV-Licht. Durch die Bestrahlung werden die Kiborg-Zellen in eine Hydrogel-Matrix umgewandelt, die die Arbeit der extrazellulären Matrix imitiert.
Interessanterweise sind die Stabilität der Kiborg-Zellen auf sehr hohem Niveau. Sie sind unempfindlich gegenüber Antibiotika, pH-Änderungen und den Schutzmechanismen des Körpers. Ein Nachteil besteht jedoch – die Kiborg-Zellen können sich nicht vermehren. Dies verringert ihre Effektivität im Kampf gegen sich selbst entwickelnde Krebszellen.
Es ist noch zu früh, um eine breite Anwendung der Kiborgs zu diskutieren. Dafür sind jahrelange klinische Tests notwendig. Zudem wird die Innovation wahrscheinlich von den Giganten der Pharmaindustrie nicht begrüßt. Denn wenn es Wissenschaftlern gelingt, Krebs zu heilen, würde der Bedarf an anderen Medikamenten sinken.




