Apple hat am 26. Oktober das iPad mini erneuert. Das kleinste Tablet des Konzerns bekommt erstmals ein OLED-Display, den A20 Pro aus dem iPhone 18 Pro und Schutz gegen Wasser und Staub nach IP67. Dafür wird es spürbar teurer: Die Basisversion kostet in den USA 699 Dollar. Vorbestellungen starten am 28. Oktober, der Verkauf beginnt am 6. November.
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Display: OLED und etwas mehr Diagonale
Die wichtigste Neuerung betrifft das Display. Statt eines 8,3-Zoll-LCD steckt jetzt ein 8,5-Zoll-OLED-Panel im Gehäuse. Das Gehäuse ist kaum gewachsen: Die Ränder sind um 24 % schmaler, sodass mehr nutzbare Fläche übrig bleibt. Laut Engadget erreicht die Spitzenhelligkeit 1200 Nits, etwa doppelt so viel wie beim Modell von 2024. Auf dem gesamten Bildschirm hält das Tablet 600 Nits, sowohl in SDR als auch in HDR, und die Mindesthelligkeit sinkt auf 1 Nit, was beim Lesen im Dunkeln hilft. Den Kontrast gibt Apple mit 2.000.000:1 an.
Für die Versionen mit 256 und 512 GB gibt es optional Mattglas mit Nanotextur. Es kostet 100 Dollar Aufpreis. Die Bildwiederholrate des Displays hat Apple bisher nicht genannt, darauf weist PhoneArena hin.
A20 Pro, IP67 und ein Display, das Musik spielt
Im Inneren arbeitet der A20 Pro, ein 2-Nanometer-Chip mit bis zu 6 CPU-Kernen und 7 GPU-Kernen. Gegenüber dem A17 Pro des letzten iPad mini verspricht Apple eine bis zu 60 % schnellere CPU, eine 2,7-mal schnellere Grafik und 4,5-mal schnellere KI-Aufgaben. Eine interessante Besonderheit: Die volle Neural Engine mit 32 Kernen gibt es nur in der Version mit 512 GB.
Die zweite Neuerung der iPad-Reihe betrifft den Schutz. Das iPad mini ist das erste Apple-Tablet mit IP67, es übersteht also Staub und kurzes Untertauchen. Möglich macht das das sogenannte Acoustic Display: Die Tieftöner arbeiten über das Display selbst, die Hochtöner sitzen zwischen Glas und Aluminiumgehäuse. Dadurch hat das Gehäuse keine Lautsprecheröffnungen.
Das Tablet ist außerdem dünner geworden: rund 5,4 mm gegenüber 6,3 mm beim Vorgänger, also 14 % weniger. Beim Gewicht nennt Apple eine Reduzierung um 13 %, den genauen Wert in Gramm gibt das Unternehmen nicht an.
Kameras, Funk und Stifte
Die 12-MP-Frontkamera mit Center Stage sitzt jetzt an der langen Kante, sodass sich das Tablet bei Videoanrufen bequem im Querformat halten lässt. Die Hauptkamera hat ebenfalls 12 MP, filmt in 4K mit 60 Bildern pro Sekunde und bekommt einen adaptiven True-Tone-Blitz.
Für die Funkverbindung sorgt Apples eigener Chip N1: Wi-Fi 7, Bluetooth 6 und Thread. Die Mobilfunkversionen nutzen das Modem C2, das laut Apple bis zu 50 % schneller ist als das Modem im letzten iPad mini, und unterstützen eSIM. Kompatibel sind der Apple Pencil USB-C und der Apple Pencil Pro.
Der Akku lädt laut Apple in etwa 30 Minuten auf 50 %. Für das Schnellladen braucht es ein 35-Watt-Netzteil, das nicht im Lieferumfang liegt, wie MacRumors anmerkt. Die Akkulaufzeit in Stunden nennt Apple nicht und bleibt bei der Formulierung „den ganzen Tag“.
Preise und Termine
Es gibt zwei Farben: Midnight und Starlight. Die US-Preise sehen so aus:
- 128 GB, Wi-Fi: 699 Dollar;
- 128 GB, Wi-Fi und Mobilfunk: 849 Dollar;
- 256 GB, Wi-Fi: 799 Dollar;
- 512 GB, Wi-Fi: 999 Dollar.
Zum Vergleich: Das iPad mini mit A17 Pro kam 2024 für 499 Dollar auf den Markt und wurde in diesem Jahr auf 599 Dollar teurer. Das neue Modell liegt in der Basisversion 200 Dollar über dem ursprünglichen Preis des Vorgängers. Separat verkauft Apple die Hülle Smart Folio aus TechWoven-Gewebe in Blau und Graubraun für 79 Dollar.
Das Tablet erscheint mit iPadOS 27. Mit iPadOS 27.2 kommt eine Beta des KI-gestützten Siri, in der EU wird diese Funktion vorerst aber nicht funktionieren. Dasselbe Update soll außerdem einen erweiterten Modus für externe Monitore bringen.
Weitere Apple-Neuigkeiten stehen in dieser Woche an. Laut MacRumors werden ein iMac und ein 14-Zoll-MacBook-Pro mit M6 erwartet, dazu ein MacBook Pro mit Touch-OLED-Display. Am Mittwoch, dem 28. Oktober, findet in Los Angeles eine Veranstaltung für Journalisten und Blogger statt. Sie beginnt um 10:00 Uhr Pazifikzeit, das sind 18:00 Uhr deutscher Zeit.
Was das für Käufer bedeutet
Das iPad mini ist endlich kein Tablet mehr mit einem Display der vorigen Generation. OLED, bis zu 1200 Nits Helligkeit und IP67 machen es angenehm zum Lesen unterwegs, draußen und sogar in der Küche oder im Bad. Dafür muss man aber mehr bezahlen: Der Abstand zum Vorgänger ist deutlich, und das 11-Zoll-iPad Air kostet nach der Preiserhöhung im Sommer in den USA 749 Dollar, also nur 50 Dollar mehr. Das Air bietet ein größeres Display, aber ohne OLED und ohne Wasserschutz.
Wer ein kompaktes Tablet zum Lesen, für Notizen und Spiele sucht, findet im neuen Modell die durchdachteste Lösung in dieser Größe. Ist das Budget knapp, lohnt es sich, auf sinkende Preise beim Vorgänger zu warten oder sich Android-Tablets im gleichen Format anzusehen. Und denken Sie ans Laden: Ohne ein Netzteil mit mindestens 35 Watt gibt es kein Schnellladen.
Zubehör für das iPad mini
Stylus mit Handballenerkennung
Der originale Apple Pencil Pro kostet deutlich mehr. Für Notizen und das Markieren von PDFs greifen viele zu einem Stylus wie diesem: Er erkennt die auf dem Display aufliegende Handfläche und zeigt den Ladestand an. Der Verkäufer nennt Kompatibilität mit iPads von 2018 bis 2026, ob er mit dem neuen iPad mini funktioniert, sollten Sie aber in der Beschreibung und in aktuellen Bewertungen prüfen.
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Universal Stylus Pen für Android und iOS
Ein universeller Stift für kapazitive Touchscreens. Laut Angebot passt er zu iPad, Huawei-, Xiaomi- und Samsung-Tablets und ist die einfache Variante für alle, die vor allem tippen und wischen wollen.
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Stylus-Set mit 10 Stiften
Ein Paket mit 10 Stylus-Stiften für kapazitive Displays. Laut Angebot sind sie für Zeichnen und Bedienung auf Tablets und Smartphones gedacht, unter anderem iPhone, iPad, Samsung und Xiaomi.
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Zweiseitiger Touchscreen-Stift
Ein universeller Stift mit zwei Funktionsseiten für kapazitive Displays. Laut Angebot passt er zu iPad, Lenovo- und Samsung-Geräten, und es gibt Varianten mit 1, 2 oder 3 Stiften.
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Die Vorbestellung des iPad mini startet am 28. Oktober, erste Tests dürften um den 6. November erscheinen. Dann wird klar, wie sich OLED und der neue Chip im Alltag schlagen und wie lange der Akku wirklich hält.

