Das aktualisierte Windows 10 ist vollgepackt mit Technologien des 21. Jahrhunderts, und die Vielzahl der Funktionen zu verstehen, ist manchmal selbst für den durchschnittlichen Nutzer nicht einfach. Nach den ruhigen Diskussionen über die Überwachung durch Microsoft und die Sammlung von Standortdaten persönlicher und mobiler Computer hat die Entwickler der kommerziellen Betriebssystemversion die Öffentlichkeit erneut überrascht.
Deaktiviert Windows 10-Update? Ins Gefängnis!
Kürzlich wurde entdeckt, dass das Betriebssystem Updates zwangsweise herunterlädt, selbst wenn der Nutzer in den Einstellungen die Windows Update-Dienste deaktiviert hat. Bemerkenswert ist, dass die Updates nicht installiert werden, sondern sich einfach auf der Systemfestplatte ansammeln und auf den Befehl „Fass“ beim Start des Dienstes warten. Das Bereinigen der auf dem PC gespeicherten Updates zwingt Windows 10 dazu, die Dateien erneut vom Microsoft-Server herunterzuladen.
Der Besitzer eines Personalcomputers mit einem 32 GB Speicherlaufwerk sorgte sich ständig um die abnehmende freie Festplattenkapazität und stellte fest, dass das Problem durch Windows 10 verursacht wurde. Es gelang dem Nutzer nicht, das Herunterladen von Dateien vom Microsoft-Server eigenständig zu deaktivieren, daher wandte er sich an den technischen Support auf der offiziellen Website des Betriebssystemherstellers.
Die Antwort schockierte den Nutzer. Ein Microsoft-Moderator präsentierte dem russischen Nutzer eine Liste von Artikeln aus dem Verwaltungs- und Strafgesetzbuch, die er verletzen würde, wenn er versuchen würde, das Update eigenständig zu deaktivieren. Im Namen des Unternehmens drohte der Moderator, den Eigentümer des Personalcomputers wegen Urheberrechtsverletzungen vor Gericht zu bringen, falls er nicht aufhört, da der Nutzer bei der Installation von Windows durch das Klicken auf „Ja“ den Urheberrechtsbestimmungen zustimmt.
Bei russischsprachigen Nutzern löst eine solche Drohung seitens der Microsoft-Vertreter ein Lächeln aus, da die meisten Besitzer von Computern und Laptops in den GUS-Ländern eine Raubkopie des Betriebssystems verwenden und faktisch keinen Vertrag mit Microsoft geschlossen haben, weshalb sie nicht unter die Urheberrechtsbestimmungen fallen.

