Das Streben nach hochwertiger Aufnahmequalität in Smartphones hat zu einem Rückgang der Beliebtheit digitaler Kameras geführt. Laut Bloomberg hat das Unternehmen Olympus sein Geschäft an die Japan Industrial Partners verkauft. Es ist noch unklar, ob der neue Eigentümer Fototechnik produzieren wird und was er überhaupt mit der Marke Olympus vorhat.
Olympus: nichts ist ewig
Bemerkenswert ist, dass der bekannte japanische Markenname buchstäblich nur ein Jahr gefehlt hat, um sein hundertjähriges Jubiläum zu feiern. Das Unternehmen wurde 1921 registriert und stellte 2020 seine Existenz ein. Der Grund dafür war ein stetiger Rückgang der Verkaufszahlen. Es ist nicht schwer zu erraten, warum die gesamte Branche Verluste erleidet. Smartphones töten den Markt für hochwertige Fototechnik. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs. Es ist durchaus möglich, dass auch andere japanische Marken Olympus folgen werden.
Smartphones mit hochwertiger Optik und künstlicher Intelligenz sind gut. Doch die digitale Ära hat dazu geführt, dass die Menschen aufgehört haben, Familienalben zu führen. Fotos werden in Gigabyte auf Mobilgeräten oder in der Cloud gespeichert und nach einigen Jahren einfach vergessen. Nutzer berauben sich selbst ihrer Geschichte – nichts, was sie ihren Enkeln zeigen könnten. Das ist sehr schlecht. Man sollte darüber nachdenken, wenn man Zeit hat.



