Anfang 2020 wurden alle alten Treiber und BIOS-Versionen von Intel vom Hersteller entfernt. Auf seiner offiziellen Webseite hat das Unternehmen die Nutzer im Voraus darüber informiert. Auf Initiative des Entwicklers wurden alle Dateien, die vor dem Jahr 2000 datiert sind, in die Liste der zu löschenden Dateien aufgenommen.
Alte Treiber und BIOS von Intel: Fakten
Ursprünglich war geplant, Software für nicht mehr unterstützte Systeme des vergangenen Jahrtausends zu entfernen. Dazu gehörten Windows 98, ME, Server und XP. Tatsächlich wurden jedoch auch Hardware-Komponenten in die Liste aufgenommen, die auf dem Markt als technisch veraltet gelten. Treiber und BIOS-Updates für Plattformen, die vor 2005 auf den Markt kamen, wurden in die Mülltonne geworfen. Und zwar alle: mobile, Desktop- und Serverplattformen. Da viele Nutzer auf alter Hardware Server unter Linux und FreeBSD betreiben, kam diese Nachricht überraschend.
In den sozialen Medien brach ein Skandal aus. Administratoren und Programmierer äußerten sich negativ gegenüber Intel wegen der Unrechtmäßigkeit der Maßnahmen. Denn nach Logik des Herstellers müsste er seine Chips lebenslang unterstützen. Tatsächlich setzt Intel jedoch einseitig Fristen für die Nutzung der Hardware fest.
Man erinnert sich kaum an eine Verschwörung von Microsoft mit Hardware-Herstellern. Wann war es je üblich, dass das Betriebssystem die Chip-Modell überprüft und eigenständig entscheidet, die Plattform nicht mehr zu aktualisieren? Zudem wurde die letzte Nachricht über das Ende des Supports für Windows 7 zum Auslöser für den weltweiten Unmut. Denn nun müssen Nutzer, gemäß der Politik der IT-Giganten, finanzielle Aufwendungen für passende Hardware tragen.
Ausweg aus der Situation
Alles ist nicht so schlimm, wie es auf den ersten Blick erscheint. Alte Treiber und BIOS-Versionen von Intel sind auf vielen Nachrichtenportalen vertreten, die sich auf Computer-Themen spezialisiert haben. Besitzer zögern nicht, alte Hardware zu behalten. Im Gegenteil, sie werden die „Treiber“ weiterhin bewahren und deren Verfügbarkeit bewerben. Das bringt zusätzlichen Traffic für die Webseiten.
Und bei Windows 7 ist nicht alles verloren. Microsoft hat bereits die Unterstützung für große Unternehmen angekündigt, die lizenzierte Produkte der Marke verwenden. Für bestimmte Firmen (Schlüssel) werden bis 2023 Updates veröffentlicht. Das bedeutet, dass die Unterstützung, durch Hacker gehackt, auch normalen Nutzern zugänglich gemacht wird. Wenn auch mit kleiner Verzögerung, wird das Ergebnis in jedem Fall erreicht.




