Die Spannungen zwischen dem chinesischen Konzern Huawei und den USA bezüglich der Bedrohung der nationalen Sicherheit sollten nicht allzu ernst genommen werden. Laut britischer Ausgabe The Observer sehen britische Betreiber dennoch die Entwicklung von 5G-Netzen mit Huawei-Ausrüstung.
Das Unternehmen Vodafone hat als erstes die Termine für die Umsetzung eines Projekts zur Bereitstellung ultraschnellen Internets für seine Nutzer bekannt gegeben. Die Kommunikation basiert auf Huawei-Ausrüstung. Die Mobilfunkanbieter O2, Three und EE haben ihre Positionen noch nicht erklärt. Aber kaum jemand möchte Kunden verlieren. Die Chinesen sind also fest im Vereinigten Königreich etabliert.
Huawei: Politische Spiele der USA
Die Chinesen bestätigten, dass sie bereits 50 Verträge für die Lieferung von Ausrüstung zum Aufbau von 5G-Telekommunikationsnetzen abgeschlossen haben. Im Durchschnitt sollen 150.000 Basisstationen installiert werden. In den Verträgen geht es nur um Funkfrequenzgeräte, nicht um Komponenten des Basisnetzwerks. Was die Chinesen tatsächlich liefern werden, ist unklar.
Die britische Regierung hat noch keine Entscheidung bezüglich des Betriebs von 5G-Netzen mit Huawei-Ausrüstung getroffen, aber die Aufregung ist bereits groß. Die Amerikaner sind empört über den Verrat Europas, das statt die Sanktionen gegen China zu unterstützen, Produkte im Wert von Milliarden Dollar kauft.
Vielleicht wird die britische Regierung Zugeständnisse an die USA machen, um gute Beziehungen zum Nachbarn über dem Ozean zu bewahren. Wenn Huawei in Großbritannien sanktioniert wird, verlieren die Betreiber bereits 5-6 Milliarden Pfund Sterling. Insgesamt ist es äußerst unangenehm, dass Menschen von jenseits des Ozeans sich in die Angelegenheiten eines anderen Landes einmischen und vorschreiben, mit wem man befreundet sein soll und mit wem nicht. Am Ende leiden die Endnutzer, denen der 5G-Internetzugang verwehrt bleibt.




