Garmin hat den Flaggschiff-Radcomputer der Reihe aufgefrischt. Am 20. Oktober stellte das Unternehmen den Edge 1060 vor, dazu die einfacheren Edge Explore 3 und Edge Explore 3 Plus sowie den neuen smarten Rollentrainer Tacx Nēra. Die wichtigste Neuerung beim Flaggschiff und beim größeren Explore ist dieselbe: Sprachsteuerung per Zuruf „Okay, Garmin“. Außerdem ist der Edge 1060 leichter, kompakter und deutlich teurer als sein Vorgänger.
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Was sich beim Edge 1060 geändert hat
Äußerlich ist es weiterhin ein großer Radcomputer für den Lenker, nur das Gehäuse ist spürbar geschrumpft. Laut DC Rainmaker, der das Gerät bereits testet, sanken die Maße von 60,2 x 118,5 x 16,3 mm auf 58,5 x 107 x 16,3 mm, das Gewicht von 161 auf 142 g. Das Display blieb gleich: 3,5 Zoll, Auflösung 480 x 800 Pixel, Helligkeit 1000 Nit. Unverändert sind auch die 64 GB Speicher und der Schutz nach IPX7.
Die Akkulaufzeit liegt auf dem Niveau des Edge 1050: bis zu 20 Stunden im anspruchsvollsten Modus und bis zu 60 Stunden im Energiesparmodus. Den Akku kann der Nutzer laut DC Rainmaker selbst tauschen. Für ein Gerät in dieser Preisklasse ist das ein großes Plus: Nach drei oder vier Saisons muss man nicht gleich den ganzen Computer ersetzen, nur weil der Akku schwächelt.
Am auffälligsten ist die Änderung bei der Bedienung. Zum Touchscreen kamen vier Tasten hinzu, insgesamt sind es jetzt sieben. Der USB-C-Anschluss wanderte an die Unterkante, der Lautsprecher rutschte ebenfalls nach unten, und neu ist ein Mikrofon.
Sprachbefehle und Sprachnachrichten
Das Mikrofon dient dem Sprachassistenten. Auf „Okay, Garmin“ liest der Computer die Fahrtdaten vor, plant eine Route, markiert ein Schlagloch oder wechselt die Bildschirmseite, berichtet BikeRadar. Neu sind außerdem Sprachnachrichten von bis zu 30 Sekunden, die über die App Garmin Messenger verschickt werden. In der Praxis heißt das: Man muss mit Handschuhen oder auf schlechtem Asphalt nicht mehr zum Display greifen.
Navigation und Training
Der zweite große Teil des Updates betrifft die Routen. Free Flow Routing versucht, den Weg über Straßen ohne ständige Stopps zu legen, die Funktion Up Ahead zeigt Points of Interest voraus, und die Routenvorschau warnt vor Sperrungen, gefährlichen Abschnitten und Verkehr. Dazu kommen eine QWERTY-Tastatur mit Vorschlägen, ein überarbeiteter Gruppenfahrt-Modus GroupRide und Strava-Live-Segmente auf jeder Route. Ab dem 3. November können Android-Nutzer Punkte aus Google Maps übertragen.
Edge Explore 3 und Tacx Nēra
Der Edge Explore 3 richtet sich an alle, die gute Navigation ohne die Sportmetriken des Flaggschiffs wollen. Die Basisversion läuft im anspruchsvollen Modus bis zu 16 Stunden, die Plus-Version bis zu 14 Stunden, beide bis zu 48 Stunden im Energiesparmodus. Die Plus-Version hat Mikrofon und Lautsprecher, also dieselben Sprachbefehle und Sprachnachrichten, dazu Anrufe über das Gerät. Beide Modelle übernehmen Punkte aus Google Maps und Apple Maps, arbeiten mit E-Bike-Systemen von Bosch und Shimano zusammen und unterstützen LiveTrack und Unfallerkennung.
Der Tacx Nēra ist fürs Training zu Hause gedacht. Garmin gibt eine Genauigkeit von Leistung und Trittfrequenz im Bereich von 1 %, die Simulation von Steigungen bis 20 % und Sprints bis 2200 W an. Eingebaute bewegliche Stützen lassen das Rad leicht nach vorn, hinten und zur Seite schwingen, ähnlich wie auf der Straße, und klappbare Beine samt Griff erleichtern die Lagerung.
Preise
- Edge 1060: 799,99 Euro. In den USA stieg der Preis gegenüber dem Edge 1050 von 699 auf 799 Dollar.
- Edge Explore 3: 399,99 Euro.
- Edge Explore 3 Plus: 499,99 Euro.
- Tacx Nēra: 999,99 Euro.
Laut BikeRadar und der Garmin-Pressemitteilung sind alle Neuheiten bereits im Handel erhältlich.
Was das für Käufer bedeutet
Wer einen Edge 1050 besitzt, hat keinen Grund zur Eile. Display, Akku und GPS sind unverändert, und ein großer Teil der neuen Softwarefunktionen kommt laut DC Rainmaker per Update auch auf die x50-Serie. Den Edge 1060 sollten vor allem Umsteiger vom alten Edge 1030 oder 830 in Betracht ziehen, die Sprachsteuerung und ein kompaktes Gehäuse wollen.
Für die meisten Hobbyfahrer ist der Explore 3 Plus interessanter: Er ist 300 Euro günstiger als das Flaggschiff, bietet aber dieselben Sprachfunktionen und fast die gesamte neue Navigation. Und wer Geschwindigkeit, Distanz, Track und Routenhinweise ohne Premiumpreis braucht, kommt mit einem günstigen GPS-Computer von AliExpress aus.
Alternativen und passendes Zubehör
Wir haben vier beliebte Produkte ausgewählt: zwei günstige GPS-Computer und zwei Zubehörteile, die zu Garmin und zu einfacheren Modellen passen.
IGPSPORT BSC200
Die meistverkaufte Variante dieser Auswahl aus dem offiziellen Markenshop. Ein Computer mit GPS, Routennavigation und Sensoranbindung über ANT+ und Bluetooth 5.0. Für Training und Fahrten entlang eines geladenen Tracks ist er ein vernünftiger Ersatz für ein Flaggschiff und kostet nur einen Bruchteil.
Preis am 22. Oktober: 52,69 €
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IGPSPORT BSC100S
Das einfachere Modell: GPS, Geschwindigkeit, Distanz, Stoppuhr und Kilometerzähler, aber keine Routennavigation. Dafür ist er noch einmal deutlich günstiger als der BSC200. Er lohnt sich, wenn Sie nur ein simples Display mit den wichtigsten Zahlen brauchen oder der Verkäufer gerade einen Coupon anbietet.
Preis am 22. Oktober: 35,99 €
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XOSS, Geschwindigkeits- und Trittfrequenzsensor
Funkt per ANT+ und Bluetooth und ist wasserdicht. Der Geschwindigkeitssensor liefert genauere Daten im Wald und in Tunneln, wo das GPS-Signal abreißt, und die Trittfrequenz hilft, die Pedalumdrehungen im Blick zu behalten. Passt sowohl zu Garmin als auch zu IGPSPORT.
Preis am 22. Oktober: 13,59 €
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CYCLAMI S2, Lenkerhalterung für den Computer
Die Verlängerungshalterung rückt den Computer vor den Lenker, wo er sich bequemer ablesen lässt. Der Hersteller nennt Kompatibilität mit Garmin, XOSS, IGPSPORT, Magene und Coospo, und unten lässt sich ein Frontlicht anbringen.
Preis am 22. Oktober: 3,59 €
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