Mit der Umstellung auf die Winterzeit wird es früh dunkel, und die abendliche Fahrt zur Arbeit oder nach Hause findet fast immer in der Dämmerung statt. Das Fahrradlicht ist in dieser Jahreszeit kein Schmuck: Vorn beleuchtet es die Straße, hinten machen Sie sich für Autofahrer sichtbar. Wir erklären, auf welche Merkmale Sie beim Kauf achten sollten, und zeigen drei günstige Zubehörteile von AliExpress.
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Zwei verschiedene Lichter für zwei Aufgaben
Zuerst sollte man verstehen, dass Front- und Rücklicht unterschiedliche Aufgaben haben. Das Frontlicht ist weiß und soll im Dunkeln die Straße ausleuchten. Das Rücklicht ist rot, es soll vor allem dafür sorgen, dass man Sie sieht. In den meisten Ländern, auch in Deutschland, muss ein Fahrrad in der Dunkelheit vorn weißes und hinten rotes Licht haben. Kaufen Sie deshalb am besten gleich beide Lampen oder ein fertiges Set.
Die Experten von REI teilen Fahrradlichter in zwei Kategorien ein. Leistungsstarke Systeme ab 250 Lumen dienen dazu, die Straße oder den Weg zu sehen. Lichter unter 250 Lumen gelten als „Signallichter“: Sie helfen Autofahrern, Radfahrer zu bemerken, reichen für Fahrten auf dunklen Straßen aber meist nicht aus.
Wie viele Lumen brauchen Sie?
Die Richtwerte hängen davon ab, wo Sie fahren. Die britische Organisation Cycling UK empfiehlt Folgendes:
- Beleuchtete Stadtstraßen. Ein starker Lichtkegel ist nicht nötig, wichtiger ist, gesehen zu werden. Blink- und Pulsmodi funktionieren hier gut, und das Licht sollte vorn und hinten aus einem breiten Winkel sichtbar sein.
- Unbeleuchtete Straßen. Vorn genügt eine Lampe mit gebündeltem Strahl von etwa 300 oder 500 Lumen. Hinten sind 30 bis 50 Lumen und mehr nötig.
- Gelände und Wald. Hauptlampe ab 800 Lumen, dazu eine Stirn- oder Helmlampe mit schmalem Strahl.
Für die Stadt sollten Sie nicht den Maximalwerten hinterherjagen. Eine sehr helle Lampe ohne Abblendung blendet entgegenkommende Autofahrer und Radfahrer, und das ist für alle gefährlich.
Strahlform und Abblendung
REI rät, für Straßen mit Laternen einen schmaleren, gebündelten Strahl zu wählen und für dunkle Straßen und Pfade einen breiten, damit man die Wegränder mit dem peripheren Sehen erfasst.
Ein eigenes Thema sind Lampen mit Lichtabblendung nach dem deutschen Standard StVZO. Bei ihnen ist die Oberkante des Lichtkegels abgeschnitten, das Licht fällt auf die Straße und blendet den Gegenverkehr nicht. Laut BikeRadar müssen solche Lampen dauerhaft leuchten, ohne Blinken, und im Wald kann die Abblendung stören. Für Stadt und Landstraße ist das die beste Wahl, für Trails eignen sich ein normaler Scheinwerfer oder ein Modell mit Fernlichtmodus besser.
Blinken oder Dauerlicht
Der Blinkmodus spart Akku, doch laut REI ist eine blinkende Frontlampe im Dunkeln schwer einzuschätzen, deshalb lässt man sie vorn besser für Tagesfahrten. Beim Rücklicht gilt eine andere Logik: Cycling UK rät, nicht nur mit blinkendem Rücklicht zu fahren, sondern es durch eine Lampe im Dauermodus zu ergänzen. Praktisch sind zwei Rücklichter, eines leuchtet, das andere blinkt.
Akku, Laden und Wasserschutz
Fast alle modernen Lampen arbeiten mit einem eingebauten Lithium-Ionen-Akku. Am bequemsten sind Modelle mit Laden über USB-C: Sie lassen sich mit demselben Kabel laden wie das Smartphone. Auch eine Ladestandsanzeige ist nützlich, denn eine leere Lampe mitten auf der Strecke ist schlimmer als gar keine. REI empfiehlt, die Lampe vor jeder Fahrt zu laden, weil ein ungenutzter Akku allmählich Ladung verliert.
Die Akkukapazität beeinflusst direkt die Laufzeit, die genauen Stunden hängen aber vom Modus ab, schauen Sie also in die Modustabelle des jeweiligen Modells. Für den Herbst ist der Wasserschutz wichtig. Die Kennzeichnung IPX4 bedeutet Schutz vor Spritzwasser, IPX6 hält starken Wasserstrahlen stand, also auch Starkregen. Für tägliche Fahrten im Herbst sollten Sie eine Lampe mit mindestens IPX5 oder IPX6 nehmen.
Rücklicht mit Bremssensor
Eine der nützlichsten Funktionen der letzten Jahre sind „intelligente“ Rücklichter mit Bremssensor. Wird das Rad langsamer, leuchtet die Lampe heller auf, wie das Bremslicht eines Autos. Der Fahrer hinter Ihnen versteht so sofort, dass Sie anhalten. Viele dieser Modelle schalten sich bei Bewegung von selbst ein und im Stand wieder aus.
3 günstige Tipps von AliExpress
Komplettsysteme mit hoher Lumenzahl sind hier nicht dabei, dafür drei günstige Teile, die ein Fahrradlicht-Setup sinnvoll ergänzen: ein Frontlicht mit 9 LEDs, ein LED-Licht für den Helm und Silikonbänder zur Befestigung.
KDULIT 9-LED-Fahrradscheinwerfer
Ein USB-wiederaufladbarer Scheinwerfer mit 9 LEDs für den Lenker. Laut Angebot ist er wasserdicht und für den Einsatz im Freien gedacht. Für den Einstieg ist er eine sehr günstige Lösung, er kostet 2,65 €.
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Fahrrad-Helmlicht mit 16 LEDs
Ein per USB aufladbares Sicherheits-Rücklicht mit 16 LED-Perlen, das am Helm getragen wird. Laut Angebot eignet es sich für Fahrrad und Motorrad. Als zusätzliches Signallicht in Kopfhöhe ist es eine sinnvolle Ergänzung. Preis: 9,69 €.
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Silikonbänder für Fahrradlichter, 10 Stück
Ein Set aus 10 Silikon-Gummibändern, die als Halterung für Front- und Rücklicht dienen und laut Angebot universell passen. Mit ihnen lassen sich Lampen ohne Werkzeug am Rad befestigen und bei Bedarf umsetzen. Das Set kostet 2,79 €.
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Was Sie wählen sollten
Wer durch die beleuchtete Stadt fährt, kommt mit einem einfachen, günstigen Licht vorn und hinten aus, Hauptsache, es wird gesehen. Für dunkle Straßen außerhalb der Stadt brauchen Sie eine Frontlampe ab 300 Lumen mit gutem Akku und unbedingt ein Rücklicht im Dauermodus. Wer täglich fährt, sollte über eine Lampe mit StVZO-Abblendung und ein Rücklicht mit Bremssensor nachdenken. Die drei günstigen Tipps oben eignen sich als Ergänzung: als zusätzliches Licht, als Signal am Helm und als flexible Befestigung. Und bedenken Sie: Selbst die beste Lampe ist nutzlos, wenn sie leer ist, laden Sie sie also rechtzeitig.

