Chinesen hören nicht auf, zu überraschen – jeder Kellerhersteller muss einfach eine Lösung für eine TV-Box auf den Markt bringen. Bisher ist es jedoch nicht so einfach, die Marktführer in diesem Bereich zu überholen. Das neueste Produkt (TV-Box HAANCEEN H30 auf Android 10) hat durch seinen Preis Aufmerksamkeit erregt. Der Hersteller verlangt satte 50$. Natürlich besteht Interesse daran, die Box zu testen. Und das sogar mit Android 10.
TV-Box HAANCEEN H30 auf Android 10: Spezifikationen
| Chipset | Rockchip RK3318 |
| Prozessor | ARM 4xCortex-A53 (bis zu 1,1 GHz) |
| Grafikadapter | Mali-450 (4 Kerne) |
| Arbeitsspeicher | DDR3, 4 GB, 1333 MHz |
| Festspeicher | EMMC Flash 32/64 GB |
| Erweiterung des PZUs | Ja, durch Speicherkarten |
| Unterstützung für Speicherkarten | bis zu 32 GB (TF) |
| Kabelgebundene Verbindung | Ja, 100 Mbit/s |
| Drahtlose Verbindung | Wi-Fi 802.11/b/g/n/ac (2,4 GHz + 5 GHz) 2T2R |
| Bluetooth | Ja, Version 4.1 |
| Betriebssystem | Android 10 |
| Unterstützung für Updates | Ja |
| Schnittstellen | HDMI 2.0, RJ-45, 1xUSB 2.0, 1xUSB 3.0, AV, OTG, SPDIF, DC |
| Externe Antennen vorhanden | Nein |
| Digitale Anzeige | Ja |
| Preis | 35-50$ |
Sofort fällt der Name des Chipsets ins Auge, auf dem dieses „wunderbare“ Gerät basiert. Wir haben bereits erwähnt, dass Rockchip ein echter Heizlüfter ist, der ohne ausreichende Kühlung bis zu 100 Grad Celsius heiß werden kann. Aber alles der Reihe nach.
Testbericht der HAANCEEN H30, Eindrücke
Optisch sieht die TV-Box nicht schlecht aus. Ein ziemlich interessantes Design, das entfernt an eine Muschel erinnert. Außerdem verfügt die Box über alle Schnittstellen für den Anschluss an Lautsprecher und Internet sowie Ports für externe Geräte. Doch wie sich herausstellte, sind alle Schnittstellen reine Fiktion. Nichts funktioniert richtig wegen des berüchtigten Rockchip RK3318.
Das Standardmenü, alle Einstellungen. Sogar Android 10 funktioniert einigermaßen. Doch der ganze positive Eindruck endet, sobald man etwas auf der Box starten möchte. Die TV-Box HAANCEEN H30 hängt bei jedem Tastendruck auf der Fernbedienung. Das einfache Installieren des VLC-Players wurde zur Hölle. Es ist eindeutig, dass mit der Box etwas nicht stimmt. Ein vollständiger Reset und ein Test auf Throttling brachten Klarheit. Es dauerte nur 5 Minuten, bis der Chip auf 101 Grad Celsius aufheizte, und die Taktfrequenzen der Cortex-A53-Kerne sanken auf 200 MHz.
Bemerkenswert ist, dass die Box über gute Netzwerkmodule verfügt. Das kabelgebundene Interface zeigt ehrlich 100 Megabit pro Sekunde, während Wi-Fi 5Gz sogar 170 Mbit/s liefert. Doch bei den USB-Ports gab es eine Überraschung. Sie arbeiten mit SSD-Laufwerken wie Samsung EVO 860 Pro auf derselben Geschwindigkeit, liefern aber keine SATA 2-Charakteristika. HDR 10 wird in der Box ebenfalls nicht unterstützt. 4K-Videos (60 GB) ruckeln, und auch bei YouTube gab es Drops bei FullHD. Die HAANCEEN H30 ist definitiv keine Empfehlung wert, da sie nicht einmal die Hälfte des angegebenen Preises rechtfertigt. Es besteht überhaupt kein Grund, sie zu kaufen. Das ist eine Zumutung für den Käufer.





