Brexit – das verkürzte Schreiben der Phrase „Britain Exit“ (Austritt Großbritanniens). Es geht um die Europäische Union, aus der Großbritannien versuchen möchte auszutreten. Das heißt, für Deutschland wäre das Gerexit, für Ungarn – Hunexit, und so weiter. Was ist Brexit, haben wir geklärt.
Gründe für den Austritt aus der Europäischen Union gibt es für England mehr als genug. Alle sind untrennbar mit der Gesetzgebung der EU verbunden. Denn für die Mitgliedschaft im Bündnis ist Großbritannien verpflichtet, allen Normen zu folgen, sowohl in der Politik als auch in der Wirtschaft.
Brexit: Für und Wider
England ist ein wohlhabendes Land, das Zugang zu moderner Technologie und günstigen Waren erhalten möchte. Den Bedarf decken China, die USA und Indien. Doch das Handelsgesetz der EU schränkt die Möglichkeiten ein, insbesondere im Umgang mit China.
Auf der anderen Seite eröffnet die Teilnahme an der Europäischen Union England den europäischen Markt mit minimalen Zöllen für Importe und Exporte. Da Großbritannien jährlich 40-45 % aller inländischen Waren nach Europa verkauft, könnte Brexit zu einem wirtschaftlichen Rückgang führen.
Flüchtlinge sind ein Ärgernis für jedes hochentwickelte Land. Die Gesetze der EU verpflichten England, Migranten aufzunehmen, ihnen Unterkünfte, Sozialleistungen zu gewähren und sie zu beschäftigen. Für die lokale Bevölkerung ist diese Entscheidung nachteilig. Denn niedrig bezahlte Arbeit der Flüchtlinge führt zu sinkenden Löhnen für die Einheimischen. Brexit wird das Problem garantiert lösen. Die Engländer werden die Einwanderungsgesetzgebung nach ihren Vorstellungen umschreiben und unnötige Menschen aus dem Land vertreiben.
Die Innenpolitik des Landes steht auf dem Spiel. Einerseits reduzieren die EU-Gesetze die Bürokratie und fördern die Geschäftsentwicklung. Brexit könnte den gewöhnlichen Bürgern erheblichen Schaden zufügen. Besonders, wenn die konservative Partei an die Macht kommt. Es ist nicht schwer vorstellbar, dass das Land neue Milliardäre gewinnt und die Mittelschicht an die Armutsgrenze rückt.
Brexit: Tricks der englischen Regierung
Die Engländer haben offenbar alle Szenarien durchgerechnet. Daher schlagen Politiker und Diplomaten interessante Szenarien nach dem Austritt Großbritanniens aus der EU vor. England träumt davon, in der europäischen Wirtschaftszone mit den gleichen Zöllen wie bei der EU zu bleiben. Ein interessantes Wunsch. Aber ein solches Abkommen wird anderen Mitgliedern des Bündnisses wahrscheinlich nicht gefallen. Denn alle wollen sich von den strengen Gesetzen befreien und das Recht auf Handel behalten.
Der Brexit ist derzeit für den 31. Oktober 2019 geplant. Zumindest hat Premierminister Boris Johnson dieses Datum in seiner ersten Rede genannt. Gegner des Brexit tun alles, um den Austritt aus der EU zu verhindern. Mit Unterstützung der Opposition im Parlament hat Boris Johnson eine große Chance, nach solchen Aussagen sein Amt zu verlieren. Die Zeit wird es zeigen.




