Im Islam ist der Hidschab jede weibliche Kleidung, die den Körper von Kopf bis Fuß verdeckt. Wörtlich übersetzt aus dem Arabischen bedeutet Hidschab Vorhang, Barriere. In der orthodoxen Welt wird unter Hidschab nur das traditionelle arabische Tuch verstanden, das die Haare und das Gesicht bedeckt, nur die Augen bleiben frei.
In der muslimischen Welt gibt es kein spezielles Gesetz zum Tragen des Hidschabs. Aber die Kultur, die auf Religion basiert, verpflichtet Frauen, verführerische Körperteile zu bedecken und nur die Augen frei zu lassen. In der heiligen Schrift (Koran) ist das Tragen von verhüllender Kleidung verpflichtend für alle Frauen, unabhängig von ihrer Religion.
Hidschab im Alltag
Für muslimische Mädchen, die in arabischen Ländern leben, ist das Tragen des Hidschabs die Norm. In europäischen Ländern sieht die Sache anders aus. Laut Berichten von Flüchtlingen, die in Westeuropa Zuflucht gefunden haben, verursacht das Tragen des Hidschabs viele Unannehmlichkeiten.
- Die meisten Arbeitgeber verlangen, dass Muslime auf der Arbeit das Gesicht nicht verbergen;
- Die Polizei ist misstrauisch gegenüber Frauen im Hidschab und hält sie oft zur Überprüfung der Dokumente an;
- Schulkinder haben ernsthafte Probleme bei der Kommunikation mit Gleichaltrigen, die die fremde Kultur nicht akzeptieren;
- Die lokale Bevölkerung ist gegenüber Musliminnen im Hidschab negativ eingestellt und sieht in den Frauen eine Bedrohung für die eigene Sicherheit.
Die Kehrseite der Medaille
Man kann die Europäer, die ihre eigene Kultur verteidigen, verstehen. Denn in jedem arabischen Land verpflichten Gesetze Touristen, beim Verlassen des Hauses Kleidung zu tragen, die den Körper verhüllt (Hidschab). Der Besuch von Geschäften, historischen Sehenswürdigkeiten, öffentlichen Stränden und anderen Orten in offener Kleidung wird als Beleidigung der Kultur angesehen.
Es scheint, dass die Europäer spiegelbildliche Maßnahmen gegenüber Muslimen auf ihrem Territorium eingeführt haben. Außerdem hat Westeuropa immer seine eigene Religion verteidigt und erlaubt einzelnen Staaten nicht, in jahrhundertealte Traditionen einzugreifen. Daher bleibt Flüchtlingen und Touristen nichts anderes übrig, als die Kultur des Landes zu akzeptieren, in dem sie sich befinden.




