Das russische Tochterunternehmen «Росэлектроника», das zur корпорация «Ростех» gehört, festigt allmählich seine Position auf dem Markt. Früher war nur das Militär über die Entwicklungen und Produkte des Unternehmens informiert. Doch unter dem Einfluss amerikanischer und europäischer Sanktionen hat sich das Unternehmen seit 2016 stark im IT-Segment engagiert. Der Beginn des Jahres 2022 zeigte, dass in diesem Bereich ernsthafte Entwicklungsperspektiven bestehen.
Der 16-Kern-Elbrus-16С – der erste Weckruf für die Konkurrenz
Das bedeutendste Ereignis auf dem IT-Markt war die Einführung neuer Prozessoren Elbrus-16С auf der Architektur e2k-v6. Nutzer sozialer Netzwerke aus aller Welt haben die russischen Technologen bereits verspottet. Tests haben gezeigt, dass der neue Prozessor in der Leistung um das Zehnfache hinter dem alten Intel Core i7-2600 zurückbleibt. Aber es gibt eine Einschränkung. Es gibt nicht viele Angebote auf dem Markt, die mit dem Flaggschiff von 2011 konkurrieren können.
Offenbar handelt es sich vorerst um Testentwicklungen. Doch sie werden sicherlich zu etwas Neuem und Unvorhersehbarem für den Weltmarkt heranwachsen. Wie man sagt, ist dies der Anfang eines großen Endes (für AMD und Intel). Es ist ausreichend, die fünfjährige Entwicklung der russischen Industrie im Bereich Importsubstitution zu verfolgen. Es ist durchaus möglich, dass Russland auch im IT-Bereich siegt.
MicroOLED-Display für AR/VR-Geräte
Das auf organischen Elektrolumineszenz-LEDs (OLED) basierende Display könnte die Produkte koreanischer und japanischer Marken auf dem Markt verdrängen. Insbesondere Samsung, LG und Sony. Es ist noch weit bis zu den Marktführern. Aber die Voraussetzungen dafür sind unbestreitbar vorhanden. Angesichts der globalen Verschmelzung in die Metaverse ist dies eine richtige Entwicklungsrichtung im IT-Bereich.
Elektronik für AR/VR-Displays basiert auf Chips von Micron (USA). Doch angesichts der amerikanischen Liebe zu Sanktionen ist es nicht schwer zu erraten, dass russische Technologen aktiv in diesem Bereich entwickeln.
Welche Folgen kann «Ростех» erwarten?
Es ist leicht zu erkennen, dass die Entwicklung im IT-Bereich für Russland sehr vorteilhafte Bedingungen auf dem Weltmarkt schaffen wird. Angesichts der Freundschaft mit China werden die Komponentenprobleme offensichtlich nicht bestehen. Daher sind die Folgen bereits jetzt gut sichtbar:
- Rückgang der Nachfrage nach Produkten ausländischer Unternehmen – Verlust des Absatzmarktes.
- Steigerung des russischen BIP durch Warenverkehr und Schaffung neuer Arbeitsplätze.
- Direkter Wettbewerb in «Drittwelt»-Ländern für die Marktführer im IT-Bereich.
Es zeigt sich, dass Sanktionen ein hervorragendes Instrument zur Ankurbelung der Wirtschaft des Landes sind, gegen die sie gerichtet sind. Der technologische Motor ist bereits in Bewegung. Ein Abbau der Sanktionen würde kaum die Produktion stoppen. In den nächsten Jahren werden wir sicherlich interessante russische IT-Lösungen zu attraktiven Preisen auf dem Markt sehen.




