Windows 7: Support von Microsoft ist beendet

Windows 7: Support von Microsoft ist beendet

Nach Angaben des Microsoft-Konzerns endet am 14. Januar 2020 der technische Support für das Betriebssystem Windows 7. Es betrifft alle Versionen des „OS“ für 32- und 64-Bit-Plattformen. Das bei 60-70 % der Nutzer weltweit beliebte „Windows“ geht in den wohlverdienten Ruhestand.

Das Betriebssystem, das 2009 veröffentlicht wurde, hat seinen Hauptkonkurrenten Windows XP ziemlich schnell verdrängt. Hohe Leistung, Sicherheit, Benutzerfreundlichkeit und hervorragende Spieleleistung haben „Windows 7“ an die Spitze des Ruhms gebracht. Selbst nach der Veröffentlichung von Windows 10 wollten die meisten Nutzer bei ihrem alten Betriebssystem bleiben. Doch die Zeiten ändern sich. Und für viele Nutzer ist das keine positive Entwicklung.

Windows 7: Schwierigkeiten beim Umstieg auf das neue Betriebssystem

Wir haben bereits einen Artikel geschrieben, in dem wir die Problematik des schnellen Umstiegs auf Windows 10 kurz zusammengefasst haben. Damals war das Problem noch nicht so aktuell, und viele sogenannte Experten behaupteten einhellig, dass wir falsche Informationen liefern. Doch mit der Zeit tauchten auf IT-Foren Fragen von Nutzern „alter Hardware“ auf. Und interessant ist, dass alle Antworten vollständig mit unserem Artikel übereinstimmen.

Windows 7: Support von Microsoft ist beendet

Es gab doch eine „Abmachung“ zwischen Herstellern von Computerteilen und Microsoft. Seit 2018 prüfen alle Windows 10-Updates die Hardware (insbesondere den Chipsatz der Hauptplatine). Wenn die Teile veraltet sind, kann das System nicht aktualisiert werden. Ebenso ist es nicht möglich, eine neue OS-Version von der offiziellen Webseite zu installieren. Natürlich sind viele auf Windows 7 umgestiegen. Doch im Jahr 2020 wird dieser Trick den Besitzern alter Hardware keinen Spaß mehr machen.

Das Ende der Sicherheitsupdates für Windows 7 ist ein ernsthaftes Problem für alle Nutzer. Es macht das System anfällig. Niemand wird Patches herausgeben. Das bedeutet, dass der Computer zu einem lohnenden Ziel für Hacker wird. Wir haben das bereits bei Windows 98 erlebt, das nach Support-Ende per Skript remote deaktiviert werden konnte. Ebenso bei Windows XP, das leicht durch jeden Browser gehackt werden konnte.

Die einzig richtige Lösung

Da alte Sockel (AM2, AM3, 478, 775 und alle vorherigen Versionen) in die Sperrliste aufgenommen wurden, müssen alle Nutzer die Hardware aufrüsten. Natürlich nur, wenn gewünscht. Windows 7 wird weiterhin funktionieren. Es ist jedoch verständlich, dass die Preise für neue Komponenten nicht für jeden erschwinglich sind. Motherboard, Prozessor und RAM kosten mindestens 500 US-Dollar. Es gibt jedoch eine Alternative – gebrauchte Ersatzteile auf dem Zweitmarkt. Die besten Lösungen sind derzeit Socket 1155 mit Core i7 oder FM2 mit A8-Chips. Man kann etwa 200$ investieren und eine leistungsfähige Plattform erhalten, die moderne Gaming-Grafikkarten problemlos unterstützt.

Windows 7: Support von Microsoft ist beendet

Doch es ist besser, sich moderne Systeme anzuschauen. Warum? Weil in einem Jahr oder zwei Microsoft erneut die Unterstützung für veraltete Komponenten einstellen wird. Nach der Gewinnsteigerung ab Mitte 2019 werden die Hardwarehersteller nicht aufhören und wieder mit dem OS-Hersteller „verhandeln“.

Empfehlungen für das Upgrade

Bei der Suche nach einer leistungsstarken Arbeitsstation oder Gaming-PC ist es nicht notwendig, teure Komponenten zu kaufen. Man kann eine alte, aber bewährte Methode verwenden, die IT-Profis weltweit nutzen:

  • Eine moderne Motherboard, das Top-Prozessoren unterstützt, wird gekauft.
  • Ein neuer Prozessor mit niedriger oder mittlerer Leistung wird erworben.
  • Der benötigte RAM wird genommen.

Das Wichtigste bei der Auswahl ist die Orientierung an den eigenen Bedürfnissen. Selbst Prozessoren mit geringer Leistung können das Potenzial moderner Grafikkarten entfalten. Für begeisterte Gamer ist Geld kein Problem – das zählt nicht. Nach einem Jahr oder zwei kauft man auf dem Zweitmarkt einen leistungsfähigeren Prozessor für die Hälfte oder ein Drittel des Ladenpreises. Ebenso wird RAM hinzugefügt.

Windows 7: Support von Microsoft ist beendet

In Bezug auf die Sockel gibt es auf dem Zweitmarkt viele interessante Angebote: AMD AM4 und Intel 1151. Beide Chips sind aus dem Jahr 2016. Besonders die Angebote für AMD sind rekordverdächtig. Nach dem Erscheinen des Sockels TR4 sind gebrauchte Hardwarepreise erfreulich. Das gleiche Schicksal erwartet auch Intel. Chips der 1151- und 1151v2-Serie verlieren bald ihre Popularität. Derzeit bietet der Hersteller nur den Server-Sockel 3647 an. Doch ein bis zwei Monate nach Neujahr wird es auf dem Markt sicherlich Neuheiten im Desktop-Segment geben. Das bedeutet, dass die Preise für ältere Chips unweigerlich fallen werden.

Empfehlungen für Windows 7

Das System hat seine Lebensdauer überschritten und sollte endgültig abgeschaltet werden, so unangenehm das auch klingt. Für Nutzer mit alter Hardware ist ein Wechsel auf einen neuen Sockel dringend erforderlich. Es kann sich um gebrauchte Technik handeln, aber sie sollte maximal 5 Jahre alt sein. Alternativ kann man die Microsoft-Politik akzeptieren und Windows 7 ohne Support weiter verwenden. In diesem Fall ist es ratsam, DVD-RW zu kaufen und wichtige Daten regelmäßig auf optischen Medien zu sichern.

Windows 7: Support von Microsoft ist beendet

Andernfalls wird eines Tages ein blauer Bildschirm mit der Meldung „Windows konnte nicht geladen werden“ erscheinen. Und alle Daten gehen unwiderruflich verloren (oder werden verschlüsselt).