Das Zeitalter der Hochtechnologie hat auch die Industriebranche berührt. In den Niederlanden ist es Wissenschaftlern gelungen, einen Asphaltbelag mit Stahlfasern zu entwickeln. Nach den Vorstellungen der Technologen ist ein solcher Belag unmöglich zu zerstören. Zudem sind die Straßenbauarbeiten für das Verlegen von Asphalt auf ein Minimum reduziert. Zusätzlich arbeiten Wissenschaftler an einem System zum Aufladen von Elektroautos, die unterwegs „betankt“ werden können.
Asphaltbelag mit Stahlfasern
Die Essenz der Technologie ist ziemlich einfach – durch einen starken Magnet und die Erhöhung der Temperatur von außen ziehen die Stahlfasern den Asphalt selbst zusammen und beseitigen Rissbildungen. Der Magnet befindet sich nicht auf der Straßenoberfläche, sondern wird an einem speziellen Transportgerät installiert. Das Fahrzeug fährt einfach über die Oberfläche an bestimmten Tagen und repariert den Asphalt unterwegs.
Der Projektleiter, Erik Schlangen, versichert, dass die Innovation den Staat um ein Viertel teurer kommen wird als der Bau einer gewöhnlichen Straße. Dafür wird die Lebensdauer des Asphaltbelags um das 2- bis 3-fache verlängert. Bemerkenswert ist, dass die Entwicklung in den Niederlanden bereits seit 7 Jahren auf 12 Straßen getestet wird. Nur Informationen unter der Geheimhaltungsstufe „Vertraulich“ wurden nicht in den Medien veröffentlicht.
Erik Schlangen hat seine Forschungen nicht eingestellt. Asphaltbelag mit Stahlfasern ist eines der effizienten und kostengünstigen Projekte. Der Wissenschaftler schlägt vor, für die Straßenabdeckung „lebenden“ Beton mit erhöhter Festigkeit zu verwenden. Die Idee besteht darin, bestimmte Bakterien in die Mischung einzubauen, die im Beton nicht absterben. Bei Rissen oder Spalten im Belag und dem Eindringen von Feuchtigkeit beginnen die Bakterien sich zu vermehren und Calciumcarbonat zu produzieren. Genau diese Substanz wird die entstandenen Unregelmäßigkeiten auf der Straße verschließen.
Nur die Umsetzung des Projekts mit Betonbelag in Europa wird Erik Schlangen nicht realisieren können. Strenge europäische (und auch amerikanische) Gesetze verbieten die Verwendung von Beton im Autobahn- und Straßenbau. Die Chinesen und Japaner haben jedoch sofort Interesse an der niederländischen Entwicklung gezeigt. Beton ist viel günstiger als Asphalt und die Nutzungsdauer deutlich länger. Warum also nicht Milliarden aus dem Staatshaushalt beim Straßenbau einsparen?





