Der bekannte britische Boxer, Anthony Joshua, hat erneut einen vorzeitigen Sieg im Kampf gegen den Kameruner Carlos Takam errungen. Der Kampf fand im Millennium-Stadion in der walisischen Hauptstadt Cardiff statt. Erinnern wir uns, es handelt sich um genau den Engländer, der am 29. April 2017 im Wembley-Stadion in London durch technischen K.o. den Kampf gegen Wladimir Klitschko gewann.
Sportexperten finden viele Merkwürdigkeiten im Kampf des britischen Supergewichtlers gegen einen afrikanischen Mittelgewichtler. Wie sich herausstellte, bereiteten die Trainer von Anthony Joshua den Sportler auf einen Kampf gegen den bulgarischen Profi Kubrat Pulev vor, der aufgrund einer Verletzung 12 Tage vor der Weltmeisterschaft aus dem Rennen ausschied. Um die Veranstaltung nicht abzusagen, begannen die Organisatoren, nach einem Gegner für den Engländer zu suchen. Einen großen, hoch gewachsenen Schwergewichtler zu finden, erwies sich als schwierig, weshalb man sich für den Kameruner entschied.
Der Kampf war für die Fans interessant, die bereits im 4. Runde die Vorbereitung und die Kraft des afrikanischen Boxers schätzten, der den Briten zu Boden schickte. Doch bereits in der 10. Runde wendete sich das Glück zugunsten des Engländers, der den Kampf schließlich durch eine Abbruchsentscheidung des Schiedsrichters gewann. Nach den Bewertungen der Zuschauer in den sozialen Netzwerken war Takam auf den Beinen und hätte den Kampf fortsetzen können, was den Veranstaltern unangenehme Fragen stellte.
Nach Angaben des Gewinners verhinderte das Fehlen der Vorbereitung, den Kameruner K.o. zu schlagen. Das Trainerteam bereitete Joshua auf den Kampf gegen den zweimeterhohen Kubrat Pulev vor, indem es die Haltung und die Schläge an die Körpergröße des Gegners anpasste. Vielleicht hätte das Training mit weniger großen Sparringspartnern dem Sportler geholfen, den Afrikaner früher zu besiegen. Doch wie man sagt, die Sieger werden nicht verurteilt – die Meisterschaftsgürtel und der Applaus der 75.000 Zuschauer gehen an den britischen Boxer Anthony Joshua.

