Der Kampf für einen gesunden Lebensstil gewinnt weiterhin an Fahrt. Neben dem Besuch im Fitnessstudio interessieren sich die Menschen aktiv für Sporternährung und richtige Essgewohnheiten. Das Thema ist spannend, deshalb stürzen sich hunderte von Publikationen darauf, die Wirksamkeit bestimmter Produkte zu erklären, die angeblich helfen, Fett zu eliminieren. Sogar einen Namen haben sie – Fatburner-Produkte. Aber solchen Behauptungen sollte man nicht glauben. Wenn man in die Welt der Biologie eintaucht, stellt man fest, dass die meisten Lebensmittel nicht zum gewünschten Ergebnis führen.
Fatburner-Produkte: Was ist das
Beginnen wir damit, dass kein Produkt Fett verbrennt. Die Ernährung eines Menschen besteht aus Proteinen, Kohlenhydraten, Fetten, Mineralien und Vitaminen. Aber die genannten Bestandteile können den Stoffwechsel beeinflussen. Sie können ihn verlangsamen oder beschleunigen.
Und wie wird dann Fett verbrannt?
Fett wird entweder durch die Energie des Körpers verbrannt oder gespeichert, wobei die Energie entweder aufgebraucht wird oder durch Übermaß in Fettdepots des Menschen eingelagert wird. Es ist nicht schwer zu erraten, dass die Kontrolle über die Nahrung, genauer gesagt die Kalorienaufnahme, zu Übergewicht oder Gewichtsverlust führen kann.
Fatburner Nr. 1: Fisch
Laut den Autoren der Artikel besteht Fisch aus Omega-3-Fettsäuren, die dem Körper schlichtweg nicht erlauben, Übergewicht zu bekommen. Die Autoren scheinen jedoch nicht zu wissen, dass diese Omega-3-Fettsäuren im Fett des Fisches enthalten sind. Es gibt sogar ein Präparat namens „Fischöl“, das genau diese Fettsäuren enthält.
Ja, ein moderater Verzehr von Fisch, der aus Protein besteht, wirkt sich positiv auf die Figur aus. Denn Fisch ist eine Schatztruhe aller Aminosäuren, die der Körper für eine normale Funktion benötigt. Aber Omega-3 ist hier überhaupt nicht relevant. Übrigens führt Überkonsum dieser Fettsäuren nicht zum Fettabbau, sondern zum gegenteiligen Effekt.
Die Zubereitung von Fisch ist eine eigene Geschichte. Fisch in Olivenöl zu braten, ist der erste Schritt zum Übergewicht. Für die Gewichtsreduktion sind nur Dampfgarer (Multikocher) oder das Backen in Folie geeignet. Alle anderen Methoden erhöhen das Risiko, schnell zuzunehmen.
Fatburner Nr. 2: Eier
Laut den Autoren ist es äußerst wichtig, das Eigelb zu konsumieren, das den Cholesterinspiegel im Körper ausgleichen kann. Schauen Sie sich auf YouTube Videos von Profi-Sportlern an, die sich proteinreiche Mahlzeiten zubereiten. Fast alle Athleten werfen das Eigelb weg. Oder sie schlagen 3-4 Eier auf und lassen nur ein Eigelb in der Schüssel. Das ist kein Zufall.
Die Autoren schreiben, dass ein Frühstück mit Rührei die Energie für die nächsten 2-3 Stunden aufladen kann. Das ist ebenfalls falsch. Das Aufladen des Körpers am Morgen wird nur durch langsame Kohlenhydrate (Haferbrei) erreicht. Diese erhöhen den Insulinspiegel nicht abrupt, sondern versorgen den Körper langsam und langanhaltend mit Energie.
Fatburner Nr. 3: Äpfel
Das Internet ist voll von Empfehlungen von Couch-Experten, die den Verzehr von Äpfeln nachts als sicher bezeichnen. Laut den Autoren löst die in den Früchten enthaltene Säure Fett auf und reduziert das Hungergefühl. Zusätzlich liefert sie dem Körper wertvolle Ballaststoffe.
Das Hungergefühl verschwindet bei Äpfeln aufgrund des Zuckers, der in den Früchten enthalten ist und mehr ist als in Birnen und Kiwis zusammen. Äpfel können nachts gegessen werden, aber nur 1-2 Stück, nicht mehr. Natürlich mindestens 2 Stunden vor dem Schlafengehen.
Fatburner Nr. 4: Grüner Tee
Das Thema der Antioxidantien im grünen Tee wird schon lange diskutiert. Es gibt jedoch keinen Beweis dafür, dass Tee das Leben verlängert. Zum Fettabbau hat Tee nichts zu tun. Es sei denn, man beschränkt sich statt eines üppigen Abendessens auf eine Tasse Tee.
Übrigens enthalten die meisten fettverbrennenden Sportnahrungsmittel Extrakte aus grünem Tee. Daher haben die Autoren gedacht, dass Tee ein Fettverbrenner ist. Wenn schon grüner Tee, dann ohne Zucker trinken.
Fatburner Nr. 5: schwarzer Pfeffer
Wieder einmal ist schwarzer Pfeffer in vielen Produkten aus dem Sportnahrungsbereich enthalten, die Fett verbrennen sollen. Aber das ist definitiv kein Fettverbrenner. Scharfer Pfeffer führt zu einer leichten Erhöhung der Körpertemperatur. Natürlich verbraucht der Körper Energie zum Abkühlen. Aber schwarzer Pfeffer in großen Mengen kann Sodbrennen oder Magenschmerzen verursachen. Es ist völlig unklar, wer ihn in Fettverbrennungsprodukte aufgenommen hat und zu welchem Zweck.
Und wie verbrennt man dann Fett? Man kann Präparate auf Ephedrin-Basis verwenden (heute nennt man es Ephedran, um es legal verkaufen zu können). Das Medikament regt das Nervensystem an und provoziert den Energieverbrauch des Körpers. Alternativ kann man Aspirin mit Koffein nehmen. Ohne Chemie muss man mehr Kalorien verbrauchen, als durch die Nahrung aufgenommen werden. Das ist durch körperliche Betätigung (z.B. Orbitrek) und mehr Bewegung im Alltag möglich.










